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Monday, 13 November 2006

 Weggabelung Ich musste eine Entscheidung treffen, die mir wahrlich nicht leicht gefallen ist, beinhaltete sie doch den Abschied (bzw. Abbruch des Kontaktes zu...) von einer von mir geliebten Person. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht weiter darauf eingehen, sondern ein wenig über Entscheidungen schreiben, und was für Erkenntnisse ich über die Bedeutung von Entscheidungen für mich gewonnen habe...

Eine Entscheidung ist oft mit Verzicht verbunden, denn wenn man sich für eine Sache entscheidet, entscheidet man sich auch in den meisten Situationen auch gegen eine andere. Zumindest musste ich das in meinem Leben bis anhin schon mehrere Male erfahren, dass ich leider nicht immer alles haben konnte, was ich wollte, und dass ich Verzicht lernen musste...

Dieser Verzicht ist nun meistens auch mit Leiden verbunden, was es - für mich wenigstens - oft schwierig gemacht hat, wirklich zu einer Entscheidung mit all ihren Konsequenzen zu stehen. Aber auf der anderen Seite darf man vor lauter Verlustgefühlen auch nicht vergessen, dass ein von Herzen kommender Entschluss trotz des Verzichts auf die Alternative(n) auch Klarheit mit sich bringt, was - mir zumindest - auch die Stärke und Zuversicht vermittelt, wirklich zu einem Entschluss stehen zu können und ihn durchzuziehen.

Natürlich braucht es auch einen gewissen Mut, sich wirklich für etwas zu entscheiden. Denn es ist doch so, wie wenn man an eine Weggabelung kommt: Man kann nicht beide Wege gleichzeitig gehen, sondern muss nach reiflicher Überlegung einen Weg wählen, sonst kommt man auf dem eigenen Lebensweg leider nicht weiter. Denn wenn man vor so einer Gabelung steht und hin- und hergerissen ist, welchen Weg man nun gehen soll, dann bleibt man immer am selben Punkt stehen. Wenn man sich aber tatsächlich für einen Weg entscheidet und anfängt, ihn zu gehen, dann sieht man ihn auch klar und deutlich vor sich. Alles, was man dann noch tun muss, ist ihn unter die Füsse zu nehmen...

Was auch noch zu bedenken ist: es kann durchaus passieren, dass andere - oder auch eine Situation an für sich - für einen die Entscheidungen treffen, wenn man sich selber nicht dazu durchringen kann. Und ob das dann wirklich das Beste für einen selber (und andere mögliche involvierte Personen) ist, das sei mal dahingestellt... (Übrigens: Die ständigen Wiederholungen von gewissen Situationen in meinem Leben beruhen, wenn ich es mir recht überlege, sicherlich auf einem Mangel von Entschlossenheit auf meiner Seite.)

Nun, ob eine Entscheidung nun richtig oder falsch gewesen ist, das zeigt sich dann in der Regel erst im Verlauf der Zeit. Ich finde es dabei aber sehr wichtig, wirklich zu den Konsequenzen zu stehen, welche eine Entscheidung mit sich führt. Dazu zu stehen bedeutet für mich auch, sich selber wirklich treu zu sein und aus den Konsequenzen auch seine Lehren zu ziehen.

Dabei beinhaltet das "sich selber zu entscheiden" an und für sich auch schon eine gewisse Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, nämlich in dem Sinne, ob man wirklich das tun kann und will, was einem das eigene Herz sagt.

Auch wenn es für mich manchmal etwas vom Schwierigsten auf der Welt ist, wirklich eine Wahl zu treffen: Die Klarheit, die mir eine Entscheidung mit auf den Weg gibt, zeigt mir auf, wie wichtig es für mich doch ist, mich zu entscheiden, auch wenn es manchmal eben sehr hart ist. Aber genau diese harten Knacknüsse in meinem Leben lehren mich - wie sich in der Folge meistens herausstellt - doch am meisten auf meinem Weg. 

Ich hoffe aber auch, dass ich Entscheidungen nicht nur zu meinem eigenen Wohle treffe, sondern auch zu dem von anderen involvierten Personen. Aber ich denke, wenn ich dabei wirklich ehrlich zu mir selber bin und mir und anderen dabei nichts vormache und nicht nur von egoistischen Begehren geleitet werde, dann wird schon alles gut ausgehen - wie auch immer das schlussendlich aussehen wird.  

 

 
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